Initiatoren

© Florian Liedel
© Florian Liedel

Philipp Weinges und Benjamin Herrmann, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Filmakademie e.V.

 

"Sind die Jungen Spießer und die Alten cool? 18 Prozent der 18-35-jährigen Deutschen halten es nämlich für wichtig, die Wirklichkeit mit Drogen und Alkohol hinter sich zu lassen, ein Drittel hat dabei aber offensichtlich ein schlechtes Gewissen, während 14 Prozent der über 50-Jährigen sich ohne Gewissensbisse berauschen und dies fröhlich auch nachfolgenden Generationen empfehlen...

 

Dies und viele andere Erkenntnisse über Liebe, Arbeit, Gesellschaft und Politik hat die Studie der ZEIT ans Tageslicht gebracht. Sie wirft Fragen auf, regt zum Denken über das eigene Land an und soll nun FilmhochschülerInnen als Inspiration für Kurzfilme, Spots und Virals dienen.

 

Wir freuen uns sehr, Euch zu einem filmischen Wettbewerb aufrufen zu können. Zeigt uns eure Gedanken, Visionen und Erwartungen an die Zukunft!"


© Maurice Weiss
© Maurice Weiss

Dr. Andreas Görgen
Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation, Auswärtiges Amt

 

„"Was seid Ihr denn für welche?", diese Frage kennen wir doch alle von unseren Freundinnen und Freunden im Ausland und Hand aufs Herz, auch wir selbst stellen sie uns manchmal, vielleicht sogar nicht oft genug. In jedem Fall aber ist es so, dass wir als Auswärtiges Amt, in der Sprache der Diplomatie, ein "aktuelles und realistisches Deutschlandbild" zu entwickeln und zu kommunizieren haben.

 

Nun wäre es der komplette Unsinn, wenn Diplomaten Deutschlandbilder suchen oder gar selbst herstellen.  Sondern das sollen und wollen wir denen überlassen, die sich mit Bildern auskennen und vor allem wissen, wie man welche Bilder laufen lernen lässt, die zweitens Freude daran haben, filmisch sich mit vielen verschiedenen Themen auseinander zu setzen und drittens jünger sind als wir, eben zeit-gemässer. 

 

Noch etwas anderes an unserem Projekt ist zeit-gemäß: ‎ Die Stoffe stammen aus der "Vermächtnis-Studie" von Die ZEIT, infas und dem Wissenschaftszentrum Berlin. Sie zeichnet ein umfassendes Bild der Menschen in unserem Land, mit ihren Gewohnheiten, Erwartungen, Sorgen und Hoffnungen.  

 

Diese in Bilder zu übersetzen, Geschichten zu erzählen über die wichtigen Fragen unseres Landes und so neue kulturelle Seh-, Denk- und Diskursräume zu erschließen, ist Ziel unserer Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmakademie und den Filmhochschulen. Ich freue mich, dass Sie dabei sind!“


Moritz Müller-Wirth

Stellvertretender Chefredakteur, DIE ZEIT

 

„Dass die  Ergebnisse der "Vermächtnis-Studie" von ZEIT, WZB und infas nun den talentiertesten deutschen Nachwuchs-Filmemachern als Inspiration dienen und darüber hinaus vom Auswärtigen Amt um die Welt geschickt werden, erfüllt uns - bei aller journalistischen Unabhängigkeit - mit großem Stolz. Und ein bisschen gespannt sind wir auch, wie aus unseren vielen Worten und den unendlichen Zahlen dann Bilder werden: bewegte und, hoffentlich, bewegende.“


Menno Smid

Geschäftsführer infas

 

„Die Studie "Das Vermächtnis" ist eine umfassende Bestandsaufnahme der Befindlichkeiten in Deutschland mit Blick auf die erwartete und gewünschte Zukunft. Sie liefert eine Fülle von spannenden Ergebnissen, wie es sie so bisher noch nicht gab. Sie sollte deshalb viel Stoff für den Kurzfilm-Wettbewerb bieten - wir sind gespannt auf die Beiträge!“

 


© Inga Haar
© Inga Haar

Prof. Jutta Allmendinger, Ph.D.

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung

 

„Die Vermächtnisstudie beschreibt zunächst ganz traditionell, wie Menschen heute leben, denken und fühlen. Sodann geht sie einen entscheidenden Schritt weiter: Finden wir das gut? Erhaltenswert? Oder haben wir Vorstellungen, von denen sich die kommenden Generationen besser trennen sollten? In anderen Worten: Wie groß ist die Veränderungsbereitschaft und das Innovationspotenzial der Menschen heute? Und was ist zu tun, will man eine Welt, die Menschen und deren Bedürfnisse ernst nimmt. Es gibt noch einen dritten Ansatz.  Wir fragen: Wie wird die Welt tatsächlich sein? Damit gehen wir der Frage nach, ob die meisten Menschen fatalistisch sind, Zukunftsangst oder Zukunftsfreude haben.

 

Unerwartete Ergebnisse, überraschende Wünsche, realistische Konzepte – all das entwickelt sich, wenn Sie sich mit der Studie näher auseinandersetzen. Dabei darf eines nicht unerwähnt bleiben: Natürlich stellen wir Fragen, aber wir erkunden auch Gefühle: Welcher Duft, welche Materialien, welche Rhythmen verbinden die Menschen mit ihrem Leben? Das sagt oft mehr als tausend Worte.“