Was geht mich die Welt an? - Von der ethischen Verantwortung.

"Es sollte ein `Platz an der Sonne` werden. Tatsächlich gipfelte die Kolonialherrschaft in einem Völkermord. Ein dunkles Vermächtnis, das in Deutschland vergessen wurde, jedoch in Namibia allgegenwärtig spürbar ist. Es ist wichtig, Aufmerksamkeit für dieses Thema zu generieren und die deutsche Gesellschaft dafür zu sensibilisieren. Wir sind selbstkritisch, wir sind aufgeklärt, wir wollen Verantwortung übernehmen."

 

Es war ein langer Weg dahin und ist auch bis heute präsent - der Völkermord an den Juden. Deutschland geht mittlerweile selbstreflektiert, verantwortungsvoll und offen mit dieser Vergangenheit um.  Zwar trägt die derzeitig Generation natürlich keine Schuld mehr daran, doch sie lebt mit der Verantwortung derartiges niemals wieder geschehen zu lassen.

Genau dies möchte das Team um Christian Zipfel (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF) mit ihrem Dokumentarfilm "Ein Platz an der Sonne" auch für den Herero-Völkermord Anfang des 20. Jahrhunderts in Namibia erreichen. Zu diesem Zeitpunkt stand Namibia als Kolonie unter der Herrschaft des Deutschen Kaiserreichs. 

Mit den Konsequenzen aus dem Zweiten Weltkrieg gehen wir verantwortungsvoll um, warum nicht auch mit den anderen Verfehlungen unserer Vorfahren? Es geht nicht darum Salz in Wunden zu streuen und Schuldzuweisungen an eine Generation zu verteilen, die keine Schuld trägt, sondern darum, ein Bewusstsein auch für diese Vergangenheit zu schaffen. Sicherlich harter Tobak! Mit einer mutigen und Innovativen Inszenierung über Diaprojektionen historischer Bilder an Häuserwände von Originalschauplätzen, soll dieser für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden. Heute ist Drehstart in Namibia! Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg!