Ein Kind

 

Die Angst vor dem Alleinsein, niemanden zu haben und vereinsamt, ohne liebe Menschen die bei einem sind, diese Welt zu verlassen, hat sicher jeden von uns schon einmal beschäftigt. Der Wunsch nach Wir-Gefühl, menschlicher Nähe, familiärem Miteinander und dem Gefühl der Geborgenheit ist ganz normal und essentiell.

Nicht jedoch für den einsamen, alten Maler im Kurzspielfilm '"Ein Kind" von Konstantin Münzel (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf). Er hat sich am Rande der Zivilisation in einer kleinen Fischerhütte am Meer niedergelassen, in seiner Abgeschiedenheit eingerichtet und widmet sich ganz seiner Liebe zum Malen. So scheint es zumindest. Als er auf einem Spaziergang am Strand ein Kind findet, ändert sich alles. Es ist nicht irgendein Kind, es ist ein totes Kind. Sein Mitgefühl für das kleine Kind bringt ihn dazu es mit sich zu nehmen und es zu malen, damit etwas von dem Kleinen in der Welt zurück bleibt. Das tote Kind macht ihm seine eigene Lenbendigkeit bewusst und konfrontiert ihn mit seiner Einsamkeit. Keine Kinder, keine Familie, mit denen er seinen Lebensabend teilen kann. Entfernt von der schnelllebigen, technisierten Welt konnte er sich in Ruhe der Betrachtung der Dinge widmen und seine Kunstwerke erschaffen. Doch das tote Kind erschüttert ihn mit seiner Entscheidung in den Grundfesten. Schlussendlich geht er mit dem Kind zurück zum und ins Meer.

Die Befürchtung, seine eigenen Lebensentscheidungen irgendwann anzuzweifeln, sich für den falschen Weg entschieden zu haben und etwas zu bereuen, ist ein Gefühl mit dem wir während unseres Dasein kämpfen müssen, das gehört nun einmal dazu. Mit traumhaften Motiven und eindrucksvollen Bildern - sowohl aus der Kamera als auch der Pinselspitze - nähert sich "Ein Kind" auf sicherlich bedrückende, aber gefühlvolle Art und Weise diesem herausvorderndem Thema.

Anbei wundervolle Bilder vom Dreh.